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Geschichte

Geschichte des Schlosses Líšeň

zamek-polovina-19-stol-deUrsprünglicher Sitz der Besitzer des Dominiums Líšeň war eine Festung. Über ihren Standort sind heute jedoch keine exakten Angaben bekannt. Im 17. Jahrhundert wurde an die Feste ein Kuppelturm angebaut, der im Jahre 1794 einem Brand zum Opfer fiel und nicht wieder aufgebaut wurde. In den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts ließ Johann Christoph von Freynfels, der damalige Besitzer von Líšeň, die Feste in ein Schloss im Barockstil umbauen. Das Projekt des Umbaus wurde wahrscheinlich vom Wiener Baumeister Odelt erarbeitet. Im Jahre1727 ließ Johann Christoph die Marienkapelle an das Schloss anbauen, die mit Rokokomalereien verziert ist, wobei zu den bildhauerischen Arbeiten in der Kapelle und im Park der Bildhauer Schweigl hinzugeladen wurde. Nach dem Geschlecht der Freynfels wurde das Schloss bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von der Familie Belcredi verwaltet, der das Schloss aufgrund der politischen Entwicklung konfisziert wurde. Das Schloss wurde der Familie Belcredi erst nach dem Jahre 1989 aufgrund der Restitutionsgesetze zurückgegeben.

 

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Geschichte des Hauses Belcredi

Das Haus Belcredi ist erb-belcrediein altes Geschlecht, dessen Anfänge bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückreichen und als dessen Gründer Simone de Belcredo erachtet wird. Der vollständige Name lautete Belcredo Montallto Pavese di Castelo. Es handelte sich um eine aus der lombardischen Stadt Pavia in Italien stammende Familie. Ab dem Jahr 1549 bekleideten die Familienmitglieder führenden Positionen im Stadtrat in Pavia und die Familie gehörte zu den bedeutendsten Familien in der Region. Dank Antonio Belcredi übersiedelte eine der Stammlinien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Mähren. Durch verwandtschaftliche Bande wurde das Haus Belcredi mit den Geschlechtern Lobkowitz, Rohan, Welden, Fünfkirchen, Nostitz und weiteren böhmischen sowie ausländischen Adelsgeschlechtern verbunden.

 
Bedeutendste Persönlichkeiten der mährischen Stammlinie des Hauses Belcredi

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Egbert Graf Belcredi (1816 - 1894) wurde als bedeutendster mährischer Politiker des 19. Jahrhunderts angesehen. Mit seinen 33 Jahren bekleidete er die Funktion des Abgeordneten des mährischen Landtages und in den Jahren 1879 - 1891 war er Vorsitzender des Ausschusses für die Reform der Gewerbebehörde im österreichischen Parlament. Er war Mitgründer des Blattes „Vaterland“ in Wien und vieler weiterer Tageszeitungen.

Seine Frau Gräfin Christiana Belcredi - Nostitz - Rhyneck schrieb sich in die Geschichte von Líšeň durch ihre karitative Tätigkeit ein. Sie widmete den Armenhäusern auf ihrem Gut sowie in der Stadt Brünn regelmäßige Spenden und jeden Freitag stellte sie Verpflegung aus der Schlossküche für neu angekommene Arme und Kranke sicher.

Richard Graf Belcredi (1823 - 1895) wurde von seinen Gegnern als italienischer Graf mit deutscher Erziehung und böhmischer Denkweise bezeichnet. 1865 wurde er Ministerpräsident und bekleidete auch die Ämter des Innenministers und des Kultus- und Schulministers. Im Jahre1881 wurde er vom Kaiser zum Präsidenten des österreichischen Verwaltungsgerichtshofes ernannt und für seine zahlreichen Verdienste erhielt er vom Kaiser den Orden vom goldenen Vlies.

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